Problemlösungshilfe

Erkennen und lösen Sie die Hauptprobleme, die beim Drucken mit Filaflex auftreten können. Im Folgenden finden Sie einen Leitfaden, der Ihnen dabei helfen soll, Ihre Druckerfahrung so zufriedenstellend wie möglich zu gestalten. Wie immer steht das Recreus-Team Ihnen zur Verfügung, um Ihnen bei allem zu helfen, was Sie brauchen.

Welche Erfahrungen haben Sie beim Drucken gemacht?  

Problem 1 | 'Feine Fäden'

Wenn wir mit elastischen oder flexiblen Materialien drucken, überrascht uns als Erstes die hohe Anzahl feiner Fäden, die durch die schnellen Bewegungen während des Drucks entstehen. Dies liegt an der Fließfähigkeit der elastischen Materialien im flüssigen Zustand und ist ein Problem, das für TPEs wie Filaflex zutrifft. Aber keine Sorge! Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie dies gelöst werden kann.

 Lösung 

  • Erhöhen Sie die Rückzugsgeschwindigkeit Ihres Extruders aufs Maximum. Zum Beispiel auf 120 mm/s.

  • Erhöhen Sie die Rückzugsentfernung in Intervallen von 0,5 mm. Zum Beispiel auf 6,5 mm.

  • Erhöhen Sie den Travel speed (schnelle Bewegungen) aufs Maximum, das bei Ihrem 3D-Drucker möglich ist. Zum Beispiel auf 160-180 mm/s.

  • Verringern Sie die Temperatur des Hotends so stark wie möglich, ohne dass es zu Verklemmungen kommt, in Intervallen von 3º C.

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Problem 2 | 'Ungenügende Extrusion'

Manchmal können wir wahrnehmen, dass die Extrusionslinien nicht gut definiert sind, kahle Stellen haben oder sehr schlecht aussehen. Dies wird in der Regel durch ein Problem der unzureichenden Extrusion verursacht und kann durch die Einstellung einer Reihe von Parametern gelöst werden.


 Lösung 

  • Erhöhung der Hotend-Temperatur um 3 - 5º C. Manchmal kann dieses Problem durch eine Temperaturerhöhung gelöst werden.

  • Erhöhung des Drucks auf das Filament im Extruder. Manchmal ist der Druck auf das Filament unzureichend und verrutscht, wodurch eine kontinuierliche und stabile Extrusion verhindert wird.

  • Überprüfung und Reinigung der Düse, da sie teilweise verstopft sein kann, vor allem wenn Sie von einem starren Material wie ABS, PETG usw. zu einem flexiblen Material gewechselt haben. Erhöhen Sie in diesem Fall die Extrudertemperatur auf bis zu 260º C und extrudieren Sie Filaflex, bis es sehr flüssig und ohne Flecken austritt.

  • Reduzieren Sie die Feuchtigkeit des Filaments. Trocknen Sie das Filament 2 Stunden lang bei 45-50º C in einem herkömmlichen Ofen mit aktivierter Luftzirkulation.

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Problem 3 | 'Löcher in den oberen Schichten'

Es kann auch vorkommen, dass unser Druckobjekt eine gute Qualität hat, wir aber in den oberen Lagen Löcher oder kleine Beulen finden. Nachfolgend finden Sie die Lösungen für dieses Problem.


 Lösung 

  • Erhöhen Sie die Anzahl der Deckschichten, das empfohlene Minimum sind 4, aber Sie können bis auf 6 oder 7 erhöhen.

  • Erhöhen Sie den Prozentsatz der Füllung/des Füllmaterials. Manchmal kann das Material bei Stücken mit sehr geringen Füllungen die oberen Schichten nicht schließen. Zum Beispiel: 12% und mehr.

  • Reduzieren Sie die Hotend-Temperatur in Schritten von 5º C. Wenn das Material sehr heiß ist, kann es manchmal aufgrund seiner hohen Fließfähigkeit die oberen Schichten nicht schließen.

  • Erhöhen Sie die Geschwindigkeit des Schichtlüfters auf 100 %.

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Problem 4 | 'Unzureichende Füllung'

Andererseits kann es vorkommen, dass wir feststellen, dass die Füllung unseres Druckobjekts uneinheitlich ist, aber gleichzeitig sind die Oberflächen gut gelungen. In diesem Fall können wir es auf folgende Weise lösen.


 Lösung  

  • Verringern Sie die Füllgeschwindigkeit und passen Sie sie an die Geschwindigkeit der Oberflächen an.

  • Erhöhen Sie die Temperatur in Schritten von 5º C, bis Sie die optimale Einstellung gefunden haben.

  • Erhöhen Sie den Druck des Extruderarms.

  • Erhöhen Sie den Extrusionsfluss um 5 %.

  • Reduzieren Sie die Feuchtigkeit des Filaments. Trocknen Sie das Filament 2 Stunden lang bei 45-50º C in einem herkömmlichen Ofen mit aktivierter Luftzirkulation.

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Problem 5 | 'Gekrümmte Oberflächen'

Wenn wir Objekte drucken, die einen hohen Überhangwinkel (Winkel des Überhangs zur Horizontalen) haben, besteht die Gefahr, dass sich die Oberflächen nach oben wölben und die nachfolgenden Schichten schlecht aufgetragen werden. Wie können wir das lösen?


 Lösung 

  • Reduzieren Sie die Geschwindigkeit für die Oberflächen auf 15-20 mm/s.

  • Verwenden Sie eine spitzere Düse.

  • Reduzieren Sie die Geschwindigkeit des Beschichtungslüfters auf 0 %.

  • Reduzieren Sie die Temperatur des Hotends in Schritten von 5º C auf das bestmögliche Minimum.

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Problem 6 | 'Nicht verbundene Oberflächen'

Manchmal stellen wir fest, dass die äußeren Oberflächen des Druckobjekts nicht miteinander verbunden sind. Aber das ist ein Detail, das wir auf die nachfolgende Weise lösen können.


 Lösung 

  • Reduzieren Sie die Geschwindigkeit für die Oberflächen auf 15-20 mm/s.

  • Erhöhen Sie die Temperatur in Schritten von 5º C.

  • In der Drucksoftware können wir die Düse 0,05 mm kleiner angeben. Zum Beispiel: Für eine 0,4 Düse geben wir 0,32-0,35 Düse ein (mit der Software 'Slicer').

  • Überprüfen und reinigen Sie die Düse, da sie teilweise verstopft sein kann, vor allem wenn Sie von einem starren Material wie ABS, PETG usw. zu einem flexiblen Material gewechselt haben. Erhöhen Sie in diesem Fall die Extrudertemperatur auf bis zu 260º C und extrudieren Sie Filaflex, bis es sehr flüssig und ohne Flecken austritt.

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